talk4future

talk4future richtet sich an alle, die Zusammenhänge verstehen, neue Perspektiven gewinnen und Zukunft aktiv mitdenken wollen.

In fundierten Expertengesprächen sprechen Gastgeber Wolfgang Gruschwitz und Thomas Frey mit Branchenkennern, Investoren, Projektentwicklern, Innovatoren und Vordenkern über aktuelle Trends und Entwicklungen – von Immobilienmarkt, ESG und nachhaltiger Stadtentwicklung bis zu Transformation, Innovation, Finanzierung und Leadership.

talk4future ist der Podcast für Unternehmer, Führungskräfte, Gründer und alle, die sich für die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft interessieren.

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Geführt von Wolfgang Gruschwitz & Thomas Frey

Episodes

41 minutes ago

24 min

Wie kann Bauen wieder bezahlbarer werden, ohne bei Qualität, Klimaschutz und Sicherheit die falschen Abstriche zu machen?
Auf der EXPO REAL spricht Thomas Frey mit Thomas Kaminski, Bürgermeister von Schmalkalden, über steigende Baukosten, hohe technische Anforderungen und die Frage, ob Deutschland beim Bauen an manchen Stellen das richtige Maß verloren hat. Kaminski bringt dabei bewusst die Perspektive einer Kommune ein und plädiert nicht für den pauschalen Abbau von Standards, sondern für Lösungen, bei denen Aufwand und tatsächlicher Nutzen wieder stärker zusammenpassen.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist die energetische Sanierung. Förderprogramme können Investitionen ermöglichen, müssen dafür aber langfristig verlässlich, verständlich und wirtschaftlich attraktiv sein. Kaminski kritisiert insbesondere wechselnde Rahmenbedingungen und zu komplizierte Verfahren und fordert unter anderem attraktivere Finanzierungsmöglichkeiten und eine stärkere Unterstützung bei der Energieberatung.
Wie Kommunen selbst aktiv werden können, zeigt er am Beispiel Schmalkalden: Dort wird aktuell ein Modell vorbereitet, bei dem junge Familien bei der Übernahme und Sanierung älterer Immobilien mit 20.000 Euro pro Projekt unterstützt werden könnten. Damit sollen gleichzeitig energetische Sanierungen erleichtert, Generationenwechsel unterstützt und drohender Leerstand vermieden werden. Das Programm befindet sich zum Zeitpunkt des Gesprächs noch in Vorbereitung und soll im Stadtrat abgestimmt werden.
Im weiteren Gespräch geht es um Holzbau, Brandschutz und Wärmedämmung. Kaminski beschreibt dabei konkrete Beispiele dafür, wie hohe Standards und regulatorische Vorgaben nachhaltige oder wirtschaftlich sinnvolle Lösungen erschweren können. Seine zentrale Frage: Muss immer das technisch maximal Machbare umgesetzt werden oder reicht manchmal eine einfachere Lösung, die denselben Zweck erfüllt?
Am Ende wird seine Haltung besonders deutlich: Es geht nicht darum, alle Standards abzuschaffen oder alles dem Markt zu überlassen. Entscheidend ist das richtige Maß. Förderung soll Menschen motivieren, bevor über Verbote gesprochen wird, und Anforderungen sollten so gestaltet sein, dass Sanierung und Neubau tatsächlich umgesetzt werden können.

41 minutes ago

24 min

3 days ago

10 min

Welche Handelsflächen funktionieren noch, wenn Händler selektiver werden, Frequenzen sich verschieben und klassische Verkaufsflächen zunehmend unter Druck geraten?
Auf der EXPO REAL spricht Wolfgang Gruschwitz mit Dr. Andreas Klubert, geschäftsführender Gesellschafter der realkon Immobilien GmbH. realkon ist auf die Vermittlung und Beratung rund um Einzelhandelsimmobilien in deutschen Innenstädten und Top-Lagen spezialisiert.
Im Gespräch geht es um einen Handelsimmobilienmarkt zwischen Unsicherheit und neuen Chancen. Während viele Händler zurückhaltender agieren, sieht Klubert weiterhin Expansion. Gerade neue internationale Marken brauchen physische Präsenz und setzen verstärkt auf größere Flagship Stores statt auf viele kleine Verkaufsstellen.
Gleichzeitig wird der Markt selektiver. Top-Lagen mit hoher Frequenz können auch künftig funktionieren, wenn Konzepte diese Frequenz tatsächlich in Umsatz übersetzen. Für schwächere B-Lagen wird es dagegen schwieriger. Hohe Mieten treffen dort auf geringere Frequenz und verändern damit die Wirtschaftlichkeit vieler Flächen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Flächen, die für klassischen Einzelhandel nicht mehr funktionieren. Mehrgeschossige Verkaufsflächen verlieren an Bedeutung und Eigentümer müssen über neue Nutzungen nachdenken. Für Klubert ist dabei klar: Proaktiv handeln ist besser als auf den richtigen Mieter zu warten.
Auch langwierige Genehmigungsverfahren erschweren solche Veränderungen. Gerade bei Nutzungsänderungen sorgen fehlende Geschwindigkeit und Planbarkeit dafür, dass Flächen länger leer stehen als notwendig.
Eine Folge über Flagship Stores, Frequenz, Mieten und neue Nutzungskonzepte und darüber, warum sich der stationäre Handel nicht einfach zurückzieht, sondern seine Flächen zunehmend neu bewertet.
 
Mehr Informationen zum Unternehmen: https://www.realkon.de/

3 days ago

10 min

4 days ago

9 min

Wie bleibt ein Händler langfristig relevant, wenn sich Standorte, Kundenbedürfnisse und Einkaufsverhalten ständig verändern?
Auf der EXPO REAL spricht Wolfgang Gruschwitz mit Christoph Werner und Markus Trojansky, beide Geschäftsführer bei dm, über Standortentscheidungen, langfristige Mietverträge und die Frage, wie sich stationärer Handel kontinuierlich weiterentwickeln muss.
Dabei wird schnell klar: Auch eine starke Marke kann eine schlechte Lage nicht kompensieren. Für dm bleibt entscheidend, dort zu sein, wo die Kunden tatsächlich einkaufen möchten. Gleichzeitig spielen die Qualität des Standorts, ein klares Konzept und die wirtschaftliche Tragfähigkeit eine zentrale Rolle.
Markus Trojansky spricht außerdem darüber, wie wichtig die konzeptionelle Qualität eines Marktes geworden ist. Design, Technik, Beleuchtung und Haustechnik greifen ineinander und prägen, wie ein Standort wahrgenommen wird. Auch Vermieter und Investoren beschäftigen sich zunehmend stärker mit diesen Details.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die langfristige Standortentwicklung. dm denkt bei überzeugenden Standorten weiterhin in langen Mietverhältnissen. Gleichzeitig erschweren langsame Genehmigungsprozesse neue Projekte und Investitionen. Christoph Werner plädiert deshalb für schnellere Entscheidungen und eine höhere Veränderungsgeschwindigkeit.
Für die Zukunft setzt dm vor allem auf permanente Erneuerung: Standorte, Sortimente, Dienstleistungen und Ladenkonzepte werden kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Online und stationär werden dabei nicht als Gegensätze verstanden. Entscheidend ist, dass Kunden so einkaufen können, wie es zu ihrem Alltag passt.
Oder, wie Christoph Werner es formuliert: „Einkaufen, wie es ins Leben passt.“
Eine Folge über Standortqualität, langfristige Entscheidungen, Omnichannel und darüber, wie dm versucht, durch kontinuierliche Erneuerung relevant zu bleiben.

4 days ago

9 min

6 days ago

27 min

Wie müssen Immobilien und Projektentwicklung aussehen, wenn alte Nutzungsmuster, starre Strukturen und kurzfristige Modelle nicht mehr funktionieren?
Auf der EXPO REAL spricht Wolfgang Gruschwitz mit Michael Ehret, Gründer und Geschäftsführer der Ehret + Cie GmbH, und Bernd Sacher, Geschäftsführer der neuplan GmbH. Ehret bringt langjährige Erfahrung aus der Projekt- und Stadtentwicklung mit und war zuvor Mitgründer von ehret+klein. Sacher ist Ingenieur mit rund 20 Jahren Erfahrung im Hoch- und Tiefbau und beschäftigt sich bei neuplan mit der Entwicklung flexibler, langfristig nutzbarer Immobilien.
Gemeinsam sprechen sie darüber, wie sich die Immobilienbranche verändern muss, wenn sich Bedürfnisse, Arbeitswelten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen gleichzeitig verschieben. Für beide liegt darin nicht nur eine Herausforderung, sondern auch die Chance, neue Wohn-, Arbeits- und Nutzungskonzepte zu entwickeln. Bestand müsse dabei nicht zwangsläufig ersetzt, sondern intelligent weitergedacht werden. Entscheidend sei weniger das Gebäude allein als das Konzept dahinter.
Ein zentraler Gedanke der Folge: „Monokultur ist out.“ Michael Ehret plädiert für mehr Diversifikation, kuratierte Nutzungen und flexible Quartiere. Projektentwicklung müsse stärker testen, lernen und sich an tatsächlichen Bedürfnissen orientieren, statt Flächen einfach nur zu befüllen.
Auch die Investitionslogik verändert sich. Geld hat wieder einen Wert, kurzfristiges Trading verliert an Bedeutung und langfristig tragfähige Konzepte rücken stärker in den Mittelpunkt. Bernd Sacher bringt diesen Wandel pointiert auf den Punkt: Das Modell, ein Grundstück zu kaufen, einen Vorbescheid zu machen und damit schnell Geld zu verdienen, sei vorbei.
Im Gespräch geht es außerdem um Gebäudetyp E, Fördermodelle, sozialen Wohnungsbau, Stellplatzverordnungen und die Frage, wie Planungsprozesse flexibler und praxisnäher werden können. Statt starrer Abläufe braucht es aus Sicht der beiden mehr Mut, Anpassungsfähigkeit und langfristiges Denken.
Eine Folge über neue Spielregeln in der Projektentwicklung, die Zukunft unserer Städte und darüber, warum Flexibilität, Nutzungsmix und langfristige Konzepte immer wichtiger werden.

6 days ago

27 min

7 days ago

16 min

Wie bleibt stationärer Handel relevant, wenn sich Innenstädte, Konsumverhalten und Rahmenbedingungen gleichzeitig verändern?
Auf der EXPO REAL spricht Wolfgang Gruschwitz mit Dr. Johannes Berentzen von BBE über die aktuelle Lage im Handel, die Herausforderungen durch E-Commerce, hohe Kosten und Bürokratie sowie die Frage, was erfolgreiche Händler heute anders machen müssen. Berentzens zentrale These: Kunden denken nicht in Kanälen. Entscheidend ist, wie gut Handel, Omnichannel und das Erlebnis vor Ort zusammenspielen.
Im Gespräch geht es außerdem um die Zukunft der Innenstädte. Berentzen sieht nicht das Ende der Innenstadt, sondern eine deutliche Veränderung: mehr Gastronomie, Dienstleistungen, Mixed Use und neue Nutzungskonzepte. Gleichzeitig müsse stärker in Aufenthaltsqualität, Kuratierung und „Erlebnis pro Quadratmeter“ investiert werden.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Bürokratie. Lange Genehmigungsprozesse bremsen Investitionen und Transformationen aus. Berentzen plädiert deshalb für schnellere Entscheidungen, weniger Regeln und vor allem mehr Pragmatismus: lieber ein „Ja, wenn“ als ein „Nein, weil“.
Eine Folge über die Zukunft des stationären Handels, die Veränderung unserer Innenstädte und darüber, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit Transformation tatsächlich möglich wird.
 
Mehr Informationen zum Unternehmen: https://bbe.de/ 

7 days ago

16 min

Oct 16, 2026

40 min

Auf der EXPO REAL 2026 in München spricht Wolfgang Gruschwitz mit Christoph Werner und Markus Trojansky (dm), Paulina Held (Decathlon), Simon Splittgerber (Union Investment), Dr. Johannes Berentzen (BBE Handelsberatung), Dr. Andreas Klubert (realkon), Michael Ehret (Ehret + Cie), Bernd Sacher (Sacher Real Estate) sowie Nicole Franken und Prof. Bernhard Franken (FRANKEN Architekten).
 
Die Gespräche zeichnen ein vielschichtiges Stimmungsbild der Immobilienbranche zwischen wirtschaftlicher Unsicherheit, Investitionsdruck und neuen Chancen. Im Fokus stehen die Zukunft der Handelsimmobilien, der Wandel des stationären Einzelhandels und die Frage, wie Mixed-Use-Konzepte, Revitalisierung und neue Formen der Stadtentwicklung unsere Innenstädte verändern.
 
Gleichzeitig geht es um steigende Baukosten, Zinsen, langwierige Genehmigungsverfahren und die Bedeutung einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Eigentümern, Mietern und Projektentwicklern.
 
Eine Folge über eine Immobilienbranche im Wandel, die sich zunehmend mit dem „New Normal“ arrangiert. Mit weniger Euphorie, aber mehr Pragmatismus und neuen Perspektiven.

Oct 16, 2026

40 min

Oct 14, 2026

12 min

Warum dauert Bauen in Deutschland so lange und warum wird es immer teurer? Auf der EXPO REAL spricht Thomas Frey mit Felix Blasch, Beigeordnetem und Dezernenten für Umwelt, Klima, Bauen und Stadtplanung der Stadt Mülheim an der Ruhr, über die Herausforderungen der Bau- und Immobilienbranche aus kommunaler Perspektive.
Im Mittelpunkt steht die Frage, warum nicht allein bürokratische Hürden Bauprojekte ausbremsen, sondern auch unvollständige Bauanträge, hohe Baustandards und begrenzte Fördermittel für Verzögerungen und zusätzliche Kosten sorgen.
Felix Blasch erklärt, welche Chancen der Bauturbo eröffnet, wo bestehende Vorschriften kritisch hinterfragt werden sollten und warum eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bauwirtschaft, Verwaltung und Politik entscheidend ist.
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, was sich beim Bauen tatsächlich ändern muss, damit Projekte schneller, wirtschaftlicher und dennoch verantwortungsvoll umgesetzt werden können.

Oct 14, 2026

12 min

Oct 11, 2026

20 min

Alexander Kraus, Geschäftsführer von GOLDBECK Süd, spricht mit Thomas Frey auf der Expo Real darüber, warum die Bauindustrie industrieller werden muss, um schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger zu bauen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die Branche durch integrale Planung, standardisierte Prozesse und industrielle Vorfertigung grundlegend weiterentwickeln kann. Denn gerade die Trennung von Planung und Ausführung führt häufig zu unnötigen Kosten, Verzögerungen und Reibungsverlusten. Kraus erklärt, warum Bauunternehmen deshalb deutlich früher in Projekte eingebunden werden sollten und wie sich durch die Verbindung von Digitalisierung, KI und Vorfertigung neue Potenziale erschließen lassen.
Am Beispiel der seriellen Sanierung der Studentenstadt München zeigt er, wie industrielle Bauverfahren auch im Bestand funktionieren können und welche Chancen darin für die Modernisierung bestehender Immobilien liegen. Gleichzeitig spricht er über die Herausforderungen durch komplexe Genehmigungsverfahren, fragmentierte Förderlandschaften und zahlreiche Bauvorschriften – und darüber, warum nicht nur die Politik, sondern auch die Bauindustrie selbst ihre bisherigen Arbeitsweisen hinterfragen muss.
Eine Folge für alle, die verstehen wollen, wie Industrialisierung, technologische Innovation und neue Formen der Zusammenarbeit die Zukunft des Bauens verändern können.
 
Mehr Informationen zum Unternehmen: https://www.goldbeck.de/

Oct 11, 2026

20 min

Oct 9, 2026

17 min

Wie können Bauprojekte trotz steigender Kosten, komplexer Anforderungen und langwieriger Genehmigungsverfahren schneller und wirtschaftlicher umgesetzt werden? Im Rahmen des Expo Real Specials spricht Thomas Frey mit Thomas Wagner von apoProjekt über die aktuellen Herausforderungen der Bauwirtschaft und darüber, was sich verändern muss, damit Bauen wieder effizienter wird.
Im Mittelpunkt stehen die Chancen durch Standardisierung, serielle Bauprozesse und die Revitalisierung von Bestandsimmobilien. Wagner erklärt, warum gerade bei Genehmigungsverfahren und der Zusammenarbeit verschiedener Projektbeteiligter viel Zeit und Geld verloren geht und wie sich durch einheitliche Abläufe und frühzeitige Planung Prozesse beschleunigen lassen.
Auch Digitalisierung und künstliche Intelligenz spielen eine wichtige Rolle: Wo können KI-Anwendungen bereits heute unterstützen, welche Potenziale entstehen für Planung und Kalkulation und warum bleibt menschliche Erfahrung trotzdem unverzichtbar?
Darüber hinaus geht es um die Verantwortung von Auftraggebern und Bauunternehmen, den Mut zu neuen Vorgehensweisen und die Bedeutung von Vertrauen und partnerschaftlicher Zusammenarbeit. Denn für Wagner steht fest: Neben technologischen Innovationen braucht die Branche vor allem mehr Pragmatismus, schnellere Entscheidungen und weniger bürokratische Hürden.
Eine Folge für alle, die sich mit der Zukunft des Bauens beschäftigen und erfahren möchten, wie sich Bauprojekte durch neue Denkweisen, effizientere Prozesse und bessere Zusammenarbeit erfolgreich umsetzen lassen.
Mehr Informationen zum Unternehmen: https://www.apoprojekt.de/

Oct 9, 2026

17 min

Oct 4, 2026

1 hr 3 min

Thomas R. Köhler, Autor und Experte für Cybersecurity, spricht mit Wolfgang Gruschwitz darüber, wie sich Cyberkriminalität durch künstliche Intelligenz verändert und warum Unternehmen ihre Sicherheitsstrategie heute neu denken müssen.
Ransomware, CEO-Fraud, Industriespionage oder Social Engineering sind längst reale Bedrohungen für Unternehmen jeder Größe. Durch KI kommen neue Möglichkeiten hinzu: Stimmen und Videos lassen sich täuschend echt fälschen, Angriffe zunehmend automatisieren und mit Vibe Coding entsteht Software, deren Funktionsweise und mögliche Sicherheitslücken teilweise kaum noch nachvollzogen werden.
Thomas R. Köhler erklärt, warum klassische Maßnahmen wie Firewall und Virenschutz allein nicht mehr ausreichen. Statt zu versuchen, alles gleichermaßen abzusichern, sollten Unternehmen ihre eigenen „Kronjuwelen“ kennen: Welche Daten, Systeme und Prozesse sind so wichtig, dass das Unternehmen ohne sie nicht mehr funktionieren würde und wie lassen sich genau diese besonders schützen?
Im Gespräch geht es außerdem darum, was im Ernstfall eines Cyberangriffs zu tun ist, ob Unternehmen Lösegeld zahlen sollten, welche Rolle Cyberversicherungen spielen und warum Datenmanipulation zur nächsten großen Herausforderung werden könnte. Denn künftig stellt sich nicht nur die Frage, ob Informationen gestohlen wurden, sondern auch, ob wir ihrer Echtheit überhaupt noch vertrauen können.
Dabei richtet sich der Blick auch nach vorne: Köhler erwartet, dass KI Cyberangriffe weiter verändern und den Druck auf Unternehmen und Softwareanbieter erhöhen wird. Gleichzeitig sieht er enorme Chancen in der Technologie. Vorausgesetzt, wir lernen, ihre Möglichkeiten bewusst zu nutzen und ihre Risiken ernst zu nehmen.

Oct 4, 2026

1 hr 3 min

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Version: 20241125